Die Fliegerei



Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen --- jedoch schon viele, die sich dafür hielten.


Schon lange vor der Wende war Michael in jeder Hinsicht an Flugzeugen interessiert. Leider erlaubten die Verhältnisse in der DDR nicht, daß sich jeder mit diesem Thema aktiv befassen durfte. Doch nach der Wende wurde auch unser Luftraum frei!!! Als sich dieses abzeichnete und auch "unser Berg" durch Drachenflieger aus den alten Bundesländern "entdeckt" wurde, war es nur ein kurzer Weg zur Drachenflugausbildung.



Drachenstart an der Nord-Startstelle des Frauenberges


Nach den ersten Laufversuchen, den ersten kurzen "Hopsern" am Übungshang und vielen "blauen Flecken" erhielt Michael 1990 den L-Schein (bedeutet: im Vergleich zum Fußgänger - ein Adler -- im Vergleich zum richtigen Flieger - ein Fußgänger). Da aber die ersten Flugversuche in dieser Richtung etwas zu häufig mit Schmerzen verbunden waren und just zu dieser Zeit die erste Ultraleicht-Flugschule Thüringens in Sömmerda-Dermsdorf ihre Pforten öffnete, war der Übergang zur einfachsten Art des Motorfluges eine leichte Entscheidung.




So sieht es nach einem geglückten Start aus.


Nach der Absolvierung der Ausbildung erhielt Michael im Juni 1991 den lange ersehnten "Befähigungsnachweis für Ultraleichtpiloten" (übrigens als erster in Sondershausen).




Dieser Flugfreund (Trunni) trägt seinen Drachen nicht zur Schau, er wartet auf einen Windenstart. Auch das geht in der Drachenfliegerei.


Von nun an ging auch in der Luft die Post ab und es war immer wieder ein erhebendes Gefühl, wenn man nach einem Flug wieder am Boden stand. Gerade in der ersten Zeit brauchte man lange, um die Eindrücke zu verarbeiten.



Links: So sieht es aus, wenn ein "Salatblatt-Flieger" (die Paragleiter mögen mir den Ausdruck verzeihen!!!) beim Start Seitenwind bekommt.  Rechts: Die Auswirkungen des Seitenwindes -- unangenehmes Entwirren der Leinen aus den Dornenbüschen.


Aber auch die "Drachenfliegerei" hatte sich fest in Sondershausen etabliert. Der "Wippertaler Drachenflugverein e.V." hatte sich 1990 gegründet und gerade in den ersten Jahren war an "unserem Berg" bei einigermaßen Flugwetter immer "der Bär los". Aus dieser Zeit bestehen heute noch viele Freundschaften, die die langen Jahre und auch viele andere Umstände überdauert haben.




Die "Urform" der Ultraleichten - das Trike. Hier kann man noch deutlich einen freundlichen Flieger erkennen --- er hat Mücken zwischen den Zähnen!!!


Sieht man heute auf die mehr als zehn Jahre zurück, so kann man sagen, die Fliegerei hat uns viele gute Freundschaften eingebracht. Abgesehen von dem herrlichen Gefühl frei in der Luft zu schweben ist auch bei diesem Hobby das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Beteiligten sehr groß.




Mit dieser Händler-Maschine flog Michael einige Jahre. Hier noch im ursprünglichen Zustand der Marke "fliegender Gartenstuhl".  





Nach etwa einem Jahr und ungezählten Arbeitsstunden sah der Vogel dann so aus.
Micha hatte viel Spaß mit dieser Maschine, doch leider steckte der Teufel im Detail. Sie steht als Ursache für eines seiner E-Mail-Synonyme - "Quax".


Kommst Du auf einen fremden Flugplatz und sagst Du, daß Du selbst Pilot bist, so bist Du gleich herzlich willkommen. Denn jeder, der die Fliegerei als Hobby betreibt, sieht sich auch oft den Anfeindungen irgendwelcher "selbsternannter Umweltschützer" ausgesetzt. Um diesen den Wind aus den Segeln nehmen zu können, ist jede Stimme nötig, die die wahren Gegebenheiten der Fliegerei einschätzen kann.




So sieht die nächste Stufe in der Fliegerei aus. Die Do-27 eines Freundes. Er setzt Fallschirmspringer ab, macht Rundflüge und einiges mehr.


Wer einmal das Gefühl erlebt hat, in glasklarer Luft die Welt von oben zu betrachten, der wird sicher sein Leben lang nicht von diesem Hobby lassen können. Man kann wirklich nur jedem raten, dies einmal zu versuchen.


  


Michaels Traum: der Ultraleicht-Flieger "Kiebitz B". Sein Konstrukteur hat es verstanden, die Schönheit eines "Oldtimers" in UL-Format zu bringen. Michael hat Maschinen dieses Typs schon mehrfach geflogen. Der "Kiebitz" sieht nicht nur traumhaft aus, er fliegt sich auch so!!!


Und sollte jemand denken, daß die "Höhenangst" ihn übermannt, so soll er sich fragen, ob ihm auch schwindlich wird, wenn er aus einem Meter Höhe auf eine "Modelleisenbahn" schaut. Beantwortet er diese Frage mit "Ja", so soll er doch lieber die Finger von der Fliegerei lassen. Hält er diesen Anblick jedoch aus, sollte er sich einen Blick aus einem Flugzeug gönnen. Und noch eines hilft bei der Überwindung der Flugangst: "Oben geblieben ist bisher noch keiner...!!!"
In diesem Sinne hoffen wir, daß wir die Fliegerei hier ins richtige Licht setzen konnten.



In den letzten Jahren kam die aktive Fliegerei leider etwas zu kurz. Grund dafür ist sicherlich die intensive Beschäftigung mit unserem derzeitigen "Haupthobby" - der Old-Stile-Western-Szene, der im wesentlichen diese gesamte Homepage gewidmet ist.
Daher fand die "Fliegerei" in der letzten Zeit wohl mehr oder weniger nur hier am Computer statt. Konkret mit dem

"Microsoft FlightSimulator 2004",

der nicht nur ein hervorragendes Simulationsprogramm für Flugenthusiasten ist, sondern auch mit unzähligen Zusatzprogrammen der Kreativität vieler eine wunderbare Plattform bildet.

Auch ich habe mich mit dem Virus des Szenerie-Erstellens anstecken lassen. Die hier folgende Seite soll einen kleinen Einblick in von mir erstellte Szenerien bieten.


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